10. September 2020
Aktualisiert am 09. Oktober

Google Alternative - die besten Suchmaschinen im Überblick

Abseits von Google gibt es noch viele andere Suchtools, die du verwenden kannst. Wir haben für dich eine Liste mit alternativen Suchmaschinen zusammengestellt.

Alternative Suchmaschinen

Google ist der Marktführer unter den Suchmaschinen und die wohl bekannteste ihrer Art. Das Wort “googeln” ist seit 2004 sogar im Duden zu finden. Trotz dieser Vormachtstellung gibt es noch viele andere gute Suchtools, die Internetnutzer verwenden können - es muss nicht immer Google sein.

Wir haben für dich eine Liste mit alternativen Suchmaschinen zusammengestellt und sind der Frage auf den Grund gegangen, welche Suchmaschine nun die beste und sicherste ist. Doch zunächst eine kurze Erklärung, wie eine solche überhaupt arbeitet. Am Ende des Artikels erklären wir dir außerdem, wie du deine Standardsuchmaschine im Browser änderst.

Was ist eine Suchmaschine?

Mit “Suchmaschine” ist heute meist eine Webanwendung gemeint, mit der es Nutzern möglich ist, das World Wide Web ganz einfach nach Informationen zu durchsuchen. Damit das funktioniert, muss eine Suchmaschine einen Index über Online-Inhalte erstellen und aktuell halten, diese Inhalte bei Suchanfragen verarbeiten, dann in einer sinnvollen Weise ordnen und der suchenden Person verständlich und übersichtlich darstellen.

Was macht eine Suchmaschine?

Um Inhalte zu finden, wird ein Suchbegriff oder Text in das Suchfeld der Suchmaschine eingegeben, woraufhin diese eine Liste mit möglicherweise relevanten Inhalten ausgibt. Dabei wird auf die Inhalte im Index der jeweiligen Suchmaschine zurückgegriffen, die dann nach Relevanz sortiert im Suchmaschinen-Ranking aufgelistet werden. Diese Liste kann aus einer Mischung aus Links zu Webseiten, Bildern, Texten, Videos, PDF-Dokumenten oder anderen Inhaltstypen bestehen.

Alternative Suchmaschinen zu Google

  • Bing: Die Suchmaschine gehört zum Hause Microsoft. In den Suchergebnissen werden nicht nur Links aufgelistet, sondern wie bei Google Zusatzinformationen wie Metadaten der Seiten. Es ist auch eine gesonderte Bildsuche und Nachrichtensuche möglich. Bei der Videosuche wird auf Youtube zugegriffen. Wie Google sammelt Bing Informationen über seine Nutzer und deren Suchverhalten. Eine spürbare Folge für die User ist die personalisierte Werbung, die zwischen den Suchergebnissen gezeigt wird.
  • Disconnect Search: Diese Suchmaschine hat sich dem Schutz der Privatsphäre ihrer User verschrieben. Gesucht werden kann in DuckDuckGo und Bing.
  • DuckDuckGo: Diese Suchmaschine verbindet Anonymität mit der Bing Suche. Denn DuckDuckGo führt stellvertretend für dich die Suchanfrage über die Bing Suchmaschine durch und spielt dir die Ergebnisse aus. Das heißt, du hast keinen direkten Kontakt zu Bing und es können keine persönlichen Daten gespeichert werden. Die Suchmaschine schaltet zwar Werbung, aber keine personalisierte, da die US-amerikanische Suchmaschine auch selbst keine Daten über ihre Nutzer sammelt.
  • Exalead: In der französischen Suchmaschine kann neben Web-Ergebnissen auch gezielt nach Bildern, Wikipedia-Artikeln oder Videos gesucht werden. Bei der Wikipedia-Suche kann auch eine Sprache gewählt werden, in welcher die Ergebnisse ausgegeben werden (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch).
  • Fastbot: Neben der Websuche ist in der deutschen Suchmaschine auch ein Deutsch-/Englisch-Wörterbuch mit dabei.
  • Fireball: Die deutsche Suchmaschine hatte ihren Höhepunkt bezüglich Nutzerzahlen in den 2000er-Jahren. Sie speichert keine Daten wie IP-Adresse oder Nutzerverhalten.
  • LexiquoBei Lexiquo können fünf unterschiedliche Suchmaschinen ausgewählt werden. Neben der Suche ist eine linguistische Analyse integriert. Es ist auch eine anonyme Suche ohne Datenspeicherung möglich.
  • Moose: Diese Suchmaschine ist made in Austria und eignet sich für User, die hauptsächlich Ergebnisse aus Österreich erhalten wollen. Denn das trifft auf die meisten der erfassten Seiten zu. Das ist für die regionale Suche praktisch, jedoch macht es die Suchmaschine nicht zu einem völligen Google-Ersatz.
  • Qwant: Die Suchmaschine aus Frankreich bietet neben der klassischen Suche nach Webseiten auch die Suche nach Neuigkeiten, Social-Media-Plattformen, Bildern und Videos.
  • Startpage: Ähnlich wie DuckDuckGo führt Startpage die Suche stellvertretend für dich aus. Diese Suchmaschine setzt dabei auf den Riesen Google. Die Suchergebnisse sehen aber etwas anders aus. Zu Beginn werden wie bei Google Werbungen aus Adwords eingespielt. Da Startpage aber keine Daten über die Nutzer sammelt, sind die Ads nicht personalisiert. Die Suchergebnisse können in einer anonymen Ansicht geöffnet werden. Durch das Weiterleiten der Daten über einen Proxyserver werden hier auch externe Homepages stellvertretend für dich geöffnet, was die Sicherheit nochmals erhöht.
  • YahooYahoo ist sowohl Suchmaschine als auch E-Mail-Anbieter. Seit 2009 kooperiert das Unternehmen mit Bing, um Google Konkurrenz machen zu können. Beide Unternehmen liegen aber nach wie vor hinter Google. Yahoos Nutzerzahlen sinken zudem laufend.

Suchmaschinen für den guten Zweck

  • Ecosia: Die Ecosia Suchmaschine hebt sich etwas von den anderen ab. Das gleichnamige deutsche Unternehmen schaltet - wie andere Suchmaschinen auch - Werbung. Das damit verdiente Geld fließt allerdings zu einem überwiegenden Teil in gemeinnützige Projekte rund um das Thema Naturschutz.
  • GexsiDer Name der Suchmaschine ist die Abkürzung für Global Exchange for Social Investment. Wie bei Ecosia wird ein Teil der Einnahmen, die durch Werbung gemacht werden, gespendet. Dabei unterstützt Gexxi alle zwei Wochen ein anderes soziales Projekt und stellt es auf der Startseite der Suchmaschine vor.
  • Givero: Auch Givero spendet einen Teil der Einnahmen - hier kannst du allerdings zwischen verschiedenen Organisationen wählen, welche du unterstützen möchtest.

Metasuchmaschinen

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Suchmaschinen haben Metasuchmaschinen keinen eigenen Index. Wird eine Suchanfrage in eine Metasuchmaschine getippt, leitet diese die Anfrage an mehrere Suchmaschinen weiter, sammelt die Ergebnisse daraus und bereitet sie auf. Sie trägt also die Ergebnisse vieler Suchmaschinen zusammen.

  • Metacrawler: Die erste Metasuchmaschine der Welt stammt aus den USA - es gibt sie seit 1995.
  • MetaGer: Die Metasuchmaschine aus Deutschland war die erste ihrer Art in Europa. Bei der Suche nutzt sie einen eigenen Index und zusätzlich 20 weitere von anderen Anbietern. Sie speichert weder IP-Adressen noch andere Nutzerdaten.
  • Searx: Searx ist eine quelloffene Metasuchmaschine. Der Quellcode basiert auf Python und kann auch downgeloaded werden. Es steht auch eine öffentliche Variante im Internet bereit, die du nutzen kannst.
  • Zapmeta: Die niederländische Metasuchmaschine erhält ihre Ergebnisse unter anderem von Youtube, Bing, Yahoo und Wikipedia.

Sichere Suchmaschinen für Kinder

Suchmaschinen für Kinder

Die folgenden drei Suchmaschinen sind stark gefiltert und zeigen zum Teil wirklich nur Seiten an, die speziell für Kinder gemacht wurden. Auf der Startseite werden außerdem interessante Infos und kindgerechte Neuigkeiten gezeigt. “Helles Köpfchen” bezeichnet sich zusätzlich als Wissensseite für Kinder.

Suchmaschinen mit anderen Herangehensweisen

  • Swisscows: Die Schweizer Suchmaschine der Firma Hulbee legt viel Wert auf Datenschutz. Sie bietet außerdem einen Jugendfilter und eine semantische Suche. Wird ein Begriff eingegeben, liefert Swisscows verwandte Begriffe in einer Schlagwort-Wolke.
  • Wolfram Alpha: Die semantische Suchmaschine verlinkt bei Suchanfragen nicht auf andere Webseiten, sondern versucht, deine Frage direkt zu beantworten. Das Ganze funktioniert daher nur für Fragen mit konkreten Antworten wie Fakten - zum Beispiel zu bestimmten Daten und Namen. Suchen zu Wertungen (wie “die beste Suchmaschine”) funktionieren weniger gut. Es gibt auch eine kostenpflichtige Version, in der mehr Ergebnisse geliefert werden.
  • YaCy: YaCy ist eine Peer-to-Peer-Suchmaschine. Jeder kann mitmachen - allerdings ist ein Download einer Open-Source-Software dafür notwendig. Dabei bilden alle aktiven User den Index der Suchmaschine - die Mehrheit entscheidet, kein Algorithmus.

Nischen-Suchmaschinen

Neben den schon genannten Suchmaschinen gibt es noch solche, die für ganz bestimmte Zwecke oder für die Suche von spezifischen Themen gemacht wurden. Ein paar dieser Nischen-Suchmaschinen haben wir hier für dich angeführt.

  • Boardreader: Die Suchmaschine findet Online-Foren zu den verschiedensten Themen.
  • Bookfinder: Bücherwürmer sind hier genau richtig - die Suchmaschine findet gebrauchte Bücher. Sortiert werden kann nach Land, Sprache und Währung.
  • Creative Commons: Das Unternehmen ist vor allem bekannt für Lizenzverträge. Mit der Creative Commons Suchmaschine kannst du jene Inhalte finden, die unter einer solchen CC-Lizenz stehen (mit Filterfunktion nach kommerzieller Nutzbarkeit, Erlaubnis zur Bearbeitung,...).
  • Crunchbase: Die Suchmaschine ist ideal für die Suche nach Start-ups. Geliefert werden Informationen zu Personen, Investoren, Unternehmen und deren Produkten.
  • Million Short: Funktioniert wie eine normale Suchmaschine. Million Short hat allerdings die Funktion, die ersten Ergebnisse ausblenden zu können (Ausschluss der Top 100 bis zur Top-Million). Ausblenden kannst du auf Wunsch auch E-Commerce Seiten.
  • Worldwidescience: Die Suchmaschine ist speziell für die Suche von wissenschaftlichen Texten geeignet. Gefiltert werden kann nach Autor, Land und Textart.

Alternativen innerhalb von Google

Auch innerhalb von Google gibt es die Möglichkeit, Suchen etwas zu spezifizieren, etwa nur nach Büchern, nach wissenschaftlichen Inhalten, Neuigkeiten,...

  • Google Scholar
  • Google Books
  • Google News
  • Google Trends
  • Google Maps

Welche Suchmaschine speichert keine Daten?

Viele Menschen legen bei der förmlichen Datensammelwut vieler Online-Unternehmen heute mehr und mehr Wert darauf, im Internet anonym Surfen zu können. Im folgenden Absatz findest du eine kurze Übersicht über Suchmaschinen, von denen bekannt ist, dass sie keine Daten sammeln.

Sichere Suchmaschine: Kein Sammeln persönlicher Daten und anonym Surfen im Internet

Zu den Suchmaschinen, die keine Daten über ihre Nutzer sammeln, gehören zum Beispiel:

Welche Suchmaschine ist die beste?

Letztes Jahr hat sich Stiftung Warentest zehn Suchmaschinen näher angesehen, wobei Startpage am besten abschnitt und als einzige ein “Gut” erreichen konnte.

 Untersucht wurden:

  • Bing
  • DuckDuckGo
  • Ecosia
  • Google
  • Metager
  • Qwant
  • Startpage
  • T-Online
  • Web.de
  • Yahoo

Allerdings kann die Frage dennoch nicht ganz klar beantwortet werden - das Ergebnis variiert je nach Vorlieben (und Vorhaben) des Users.

Welche Suchmaschine ist die sicherste?

Suchmaschinen, in denen anonym gesucht werden kann, sind grundsätzlich sicherer als andere. Hier werden keine personenbezogenen Daten gesammelt. DuckDuckGo ist die meistgenutzte sichere Alternative zum Riesen Google. Bei Stiftung Warentest hat allerdings Startpage besser abgeschnitten.

Wie kann ich die Suchmaschine ändern?

In deinem Browser ist eine Suchmaschine als Standard eingestellt. Das lässt sich jedoch recht leicht ändern. Oft poppt bei der Suche in anderen Suchmaschinen automatisch ein Fenster auf, in welchem gefragt wird, ob diese als Standardsuchmaschine festgelegt werden soll. In diesem Fall musst du nur noch dem Link und den Anweisungen darin folgen. Ansonsten kannst du die Änderung auch selbst vornehmen. Und zwar so:

Firefox:

  • Geh im Browser auf Einstellungen
  • Wähle links den Punkt “Suche”
  • Wähle bei “Standardsuchmaschine” die gewünschte aus. Ist die richtige nicht dabei, scrolle weiter nach unten und klicke auf “Weitere Suchmaschine hinzufügen”. Hier kannst du nach deiner Suchmaschine suchen und diese hinzufügen.

Chrome:

  • Geh im Browser auf Einstellungen
  • Wähle links den Punkt “Suchmaschine”
  • Scrolle nach unten zum Punkt “Suchmaschine” und klicke auf “Suchmaschinen verwalten”
  • Klicke auf die drei Punkte rechts neben der Suchmaschine deiner Wahl und wähle “als Standard festlegen”

Safari:

  • Geh im Browser auf Einstellungen
  • Klicke oben in der Leiste auf “Suchen”
  • Klicke auf das Drop-Down-Menü neben dem Wort “Suchmaschine”
  • Wähle die gewünschte Suchmaschine aus