09. Januar 2020
Aktualisiert am 23. September

Wie wähle ich die richtige Domain aus?

Bevor es an die inhaltliche Gestaltung einer Webseite geht, muss eine passende Domain gefunden werden. Was beim Domainkauf wichtig ist und welche Fehler du vermeiden solltest, erklären wir dir im nachfolgenden Artikel. Mit unseren Tipps kannst du Fehler vermeiden und leichter den richtigen Domainnamen finden.

Ansicht eines Domainnamens als Lückentext

Warum ist der Domainname wichtig?

Die eigene Website ist für Unternehmer ein wichtiges Marketinginstrument. Wenn Verbraucher heute nach der schnellen Lösung eines Problems suchen, nutzen sie in erster Linie wohl eine Suchmaschine im Internet. Personen, die beispielsweise ein Produkt kaufen wollen, schnell einen Handwerker benötigen oder Beratungsbedarf in einem bestimmten Bereich haben, landen meist durch die Ergebnisse einer Suchanfrage auf den Websites der entsprechenden Firmen. Zuerst ist wichtig, dass die Domain genau das widerspiegelt, wofür du stehst. Schließlich ist die URL ein Teil der Website, den die User sehen, bevor sie sich einen Überblick über den Inhalt verschaffen können.

Der richtige Domainname sollte am besten die Branche beinhalten, in der du tätig bist, sowie deinen Firmennamen. Diese Kombination ist einprägsam und leicht verständlich für die potenziellen Kunden. Denn eine gut gewählte URL strahlt auch Vertrauen und Seriosität aus.

Da eine Domain langfristig genutzt werden sollte, ist es wichtig, schon zu Beginn eine Bezeichnung zu verwenden, die auch in einigen Jahren noch gültig ist. Soll beispielsweise das Geschäftsfeld erweitert werden, kann ein allgemein gehaltener Name dabei helfen, sich die Möglichkeit nicht zu verbauen. Um keine Fehler zu machen, ist es sinnvoll, die Registrierung der Webadresse in professionelle Hände zu geben. Wenn du einen Dienstleister damit beauftragst, die Website zu konzipieren und zu erstellen, kann dieser gleich die passende URL für dich kaufen bzw. registrieren.

Was sollte ich rund um die Domain beachten?

Gute Domainnamen sind kurz und prägnant. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den Köpfen der User hängen bleiben und diese die Website weiterempfehlen. Je länger die Domain ist, desto größer ist zudem die Gefahr, dass sich Fehler beim Erinnern einschleichen. Wenn du beispielsweise mehrere Wörter kombinierst, besteht die Möglichkeit, dass sie als ein Begriff geschrieben werden oder als gekoppelte Zusammensetzung. Umlaute können verwendet oder umgeschrieben werden (beispielsweise ae statt ä). Diese möglichen Fehlerquellen solltest du so weit wie möglich reduzieren.

Manchmal ist dies allerdings nicht möglich, weil es der eigene Name oder die Bezeichnung der Branche nicht zulassen. In diesem Fall solltest du die Domain in allen möglichen Schreibweisen registrieren. Ist das geschehen, solltest du dich für eine Hauptdomain entscheiden, die du aktiv nutzt und bewirbst. Alle alternativen Schreibweisen kannst du auf die Hauptseite umleiten oder gewinnbringend mit einer Landingpage nutzen.

Welche Domainendungen gibt es?

Zu deiner Domainstrategie zählt auch, die richtige Domainendung zu wählen. Die Endungen werden auch als Top-Level-Domain (TLD) bezeichnet. Neben den klassischen Länderabkürzungen oder den internationalen Endungen wie .com oder .net gibt es seit einigen Jahren zusätzliche Endungen: Top-Level-Domains wie .shop, .biz oder .digital sind allerdings nicht zu empfehlen. Viele User kennen sie nicht, was ein geringeres Ansehen zur Folge hat. Sie gelten als weniger seriös, weil viele User sie mit dubiosen Websites in Verbindung bringen.

Am sinnvollsten ist es, Domains mit der länderspezifischen Endung sowie mit der TLD .com zu arbeiten. Planst du, mit dem Unternehmen ins Ausland zu expandieren, solltest du schon frühzeitig auch die passenden Endungen für diese Märkte registrieren. Später könnten sie entweder zufälligerweise von einem anderen Webmaster gekauft worden sein oder sogar von einem Mitbewerber, der dir den Markteintritt erschweren möchte. Dann stehen sie dir nicht mehr zur Verfügung.

Wie kann ich herausfinden, ob der Domainname noch frei ist?

Wenn du eine Internet Domain kaufst, wird sie in ein Verzeichnis eingetragen, das dich als Inhaber führt. Die wichtigsten Daten dieses Verzeichnisses sind für jeden und jede einsehbar. Dadurch kannst du ohne großen Aufwand prüfen, ob eine Domain bereits vergeben ist. Das für die Endung zuständige Network Information Center (NIC) verwaltet die Domains. Auf dessen Website kannst du eine sogenannte Whois-Abfrage starten, um den Domaininhaber herauszufinden. Die Website der für Österreich zuständigen Domainverwaltung kann unter https://www.nic.at aufgerufen werden.

Tipps für die Domainwahl

Bei der Wahl der Domain ist es wichtig, dass du dir Zeit lässt. Die Domain sollte gut überlegt sein. Ist die gewünschte Internetadresse bereits vergeben, solltest du keinen Schnellschuss machen. Überleg dir gut, welche Alternative infrage kommt. Außerdem kannst du Kontakt zum bisherigen Domaininhaber aufnehmen. Er könnte dir die URL überlassen.

Du solltest eine Domain wählen, die das wichtigste Keyword beinhaltet. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen verbessert dies das Suchmaschinenranking. Zum anderen ist für die User offensichtlich, was sie erwartet, wenn sie auf deine Website zugreifen.

Du solltest auf jeden Fall das Markenrecht beachten. Das bedeutet, dass du Markenbezeichnungen und geschützte Begriffe nicht verwenden solltest. Diesen Fehler machen Unternehmer immer wieder, wenn sie eine Internetadresse kaufen. Früher oder später wird dies auffallen. Die Folge sind Strafzahlungen sowie das Abgeben der möglicherweise bereits etablierten Webadresse an den Inhaber des geschützten Begriffs.

Die richtige Domain wählen – das sind die No-Gos

Erfolgreiche Websites, die du sicherlich auch regelmäßig aufrufst, machen es vor: Sie sind kurz und eindeutig. Orientiere dich bei der Auswahl des Domainnamens an den Vorbildern. Das bedeutet, Stolpersteine wie Ziffern, Umlaute und Bindestriche sollten nicht verwendet werden. Sie sind nicht eindeutig und geben Spielraum für unterschiedliche Schreibweisen.

Zudem solltest du auf die Rechtschreibung achten. Eine fehlerhafte Domain ist ein Imageschaden. Das gilt auch dann, wenn du diese URL gar nicht aktiv nutzt und die User sie lediglich über eine Suchmaschine auffinden können.

Du solltest die Faustformel anwenden, dass ein Domainname nicht länger als 20 Zeichen lang sein soll. Denn nur wenn dieser nicht zu komplex ist, können sich User leicht an ihn erinnern und die Bezeichnung bestenfalls an andere weitergeben.

Fazit zur Wahl der Domain

Die zuvor genannten Domain Tipps helfen dir, einige Fehler zu vermeiden, die beim Konzipieren einer Website immer wieder begangen werden. Unternehmer handeln manchmal zu unüberlegt, wenn sie eine Domain kaufen. Sie wollen stattdessen in erster Linie mit dem Inhalt überzeugen. Das reicht aber leider nicht aus.

Wenn du die richtige Domain wählst, kann sich das positiv auf das Ansehen, den Umsatz und die Auffindbarkeit deines Unternehmens auswirken. Wenn du nicht sicher bist, wie du eine Domain registrierst, solltest du dies sowie die Auswahl des Namens dem Dienstleister überlassen, der den technischen Support der Website übernimmt. Achte allerdings darauf, dass du als Domaininhaber gelistet bist. Ist das der Fall, hältst du die Namensrechte an der URL.