26. November 2020
Aktualisiert am 27. November

Page Experience als Rankingfaktor - SEO 2021

In Zukunft soll der User Experience im Suchmaschinenranking mehr Bedeutung zukommen. Google hat dazu eine Änderung angekündigt: Page Experience wird neuer Rankingfaktor. Was das heißt und wie du dich darauf vorbereiten kannst, erfährst du hier im Artikel.

Page Experience als Rankingfaktor ab 2021

Aufgrund der Corona-Pandemie werden die angekündigten Änderungen erst ab 2021 kommen. Google hat kürzlich auch einen genauen Zeitpunkt veröffentlicht: Im Mail 2021 ist es soweit. In den nächsten Monaten bleibt Webseitenbetreibern und SEO-Experten also noch ausreichend Zeit, sich auf den neuen Rankingfaktor vorzubereiten. 

Welche Bedeutung der User Experience schon jetzt für dein Google Ranking hat, haben wir in einem anderen Artikel für dich zusammengefasst.

Aber was ist über den neuen Rankingfaktor Page Experience bekannt?

Core Web Vitals als Kern der neuen Rankingfaktoren

Als Kernelement für den Faktor Page Experience nennt Google die sogenannten Web Vitals. 

Was sind Core Web Vitals?

Mit den Core Web Vitals hat Google Kennzahlen eingeführt, um die Nutzererfahrung auf Webseiten besser bewerten zu können. Diese bestehen aus einzelnen Metriken, mit denen folgendes gemessen wird:

  • Renderzeit (= Largest Contentful Paint, LCP): Das ist die Zeit, die vergeht, bis der Haupt-Content einer Seite geladen wird. Laut Google ist hier ein Wert bis 2,5 Sekunden gut und ab 4 Sekunden schlecht.
  • Visuelle Stabilität (= Cumulative Layout Shift, CLS): Bei diesem Wert wird gemessen, wie es um die visuelle Stabilität einer Seite während einer Interaktion steht - ob sich zum Beispiel unerwartet das Layout verändert, wenn ein User mit einer Seite interagiert (z.B. durch das plötzliche Verrutschen eines Buttons). Bis 0.1 ist der Wert für Google gut, ab 0.25 gilt er als schlecht.
  • Zeit zwischen User-Aktivität und Browser-Interaktion (= First Input Delay, FID): Dabei wird die Zeitdauer gemessen, die zwischen der ersten Nutzer-Interaktion mit der (geladenen) Seite und der Reaktion des Browsers darauf vergeht. Das sollten nicht mehr als 100 Millisekunden sein. Alle Werte ab 300 Millisekunden gelten für Google als schlecht.

Diese Werte werden im Moment über den Chrome User Experience Report erfasst. Sie sind mittlerweile auch im Speed-Report der Google Search Console ersichtlich. In Zukunft sollen sie dann auch in Googles PageSpeed Insights integriert werden.

Zusätzlich zu diesen Web-Vitals-Kennzahlen wird sich der neue Rankingfaktor aber noch aus weiteren Elementen zusammensetzen.

Was beinhaltet der Rankingfaktor Page Experience?

Zusammengefasst: Der neue Rankingfaktor Page Experience wird sich aus mehreren Elementen zusammensetzen. Zum einen aus den drei Web-Vitals-Werten Renderzeit, Zeit zwischen Nutzeraktivität und Browser-Reaktion und der visuellen Stabilität einer Seite. Zum anderen aus den folgenden Faktoren:

  • Optimierung für mobile Geräte
  • Sicherheit der Webseite (dazu gehört ein sauberer und nicht schadhafter Code, Phishing-freie Inhalte und dass die Verbindung per HTTPS geschützt ist).
  • Störung der Sichtbarkeit der Inhalte durch aufdringliche Popups 
Grafik: Google. Quelle: t3n.de

Wie bereite ich mich auf den neuen Ranking-Faktor vor?

Punkte wie die Verschlüsselung der Webseite mittels HTTPS, ein einwandfreier Code und auch die Optimierung für mobile Geräte sollten mittlerweile für jede Webseite Standard sein (wenn nicht, wird es höchste Zeit!).

Die anderen Werte lassen sich in der Search Console im Google-Bericht prüfen. So kannst du feststellen, ob du hier noch Verbesserungen vornehmen musst. Den Geschwindigkeits-Bericht erhältst du unter dem Punkt “Verbesserungen” - hier wird dir eine Liste mit erfassten Problemen und Beispiel-URLs gezeigt.

Fazit zum neuen Rankingfaktor Page Experience

Der angekündigte Rankingfaktor bringt insgesamt kaum Neuerungen mit sich. Vielmehr werden hier verschiedene einzelne Faktoren zu einem Gesamtfaktor zusammengefasst, der wahrscheinlich dann dementsprechend höheres Gewicht haben wird. Die offizielle Ankündigung der Änderung durch Google ist allerdings auffällig. In Expertenkreisen heißt es, dass diese Neuerung die Rolle von Suchmaschinenoptimierern verändern wird, da “diese künftig alles [überwachen], was eine gute Webseite ausmacht” (Quelle: Searchmetrics).